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August-Preisrätsel (2009)

Farbenfroh ist es bei uns geworden, viele Sommerblumen stehen in bunter Blüte. Der Himmel ist sehr blau und die Wiesen warten schon wieder auf die nächste Mahd. Die Esel und Rinder nebenan auf der Jungviehweide grasen jetzt lieber im Schatten und hätten sicher auch mal gerne ein kühles Bierchen, so wie wir. Grüß Gott bei uns.

Wir Rätselfans sind heute Mäuschen im Cafe Sonnenschein in der Staudengärtnerei. Hier treffen Gartenfreunde und Sommerurlauber aufeinander und tauschen sich aus: Familie Penasca kommt gerade aus Italien zurück, Frau Dr. Marquart hat soeben einige Phloxe erworben.

„Grüß Gott, ist hier noch frei?“, fragt Frau Dr. Marquart freundlich.
„Ja, bitte, wir sind nur zu zweit“, lädt Herr Penasca ein.

„Dieser Kuchen sieht aber lecker aus, darf ich fragen welcher das ist?“ will Frau Penasca wissen.
Frau Marquart: „Italienischer Pfirsichkuchen. Das ist mein Lieblingskuchen hier.“
Herr Penasca, ganz Kavalier, zu seiner Frau: „Schatz, ich hole dann mal Kaffee und diesen Kuchen für dich, ja?“
„Danke. Was für ein schöner Abschluss!“ Und zu Frau Marquart: „Wir kommen nämlich gerade aus Italien zurück!“
„Wo waren Sie denn?“

„In der Nähe von Padua, in den euganäischen Hügeln. Es gibt dort so wunderbare Orte, herrliche Villengärten und imposante Pflanzen!“ schwärmt die Urlauberin.
„Und haben Sie etwas mitgebracht?“, ergründet Frau Marquart.
„Ja, einen kleinen Feigenbaum und einen Abu … oje, ich kann mir Namen nicht merken.“
Herr Penasca kommt zurück und hilft: „Es ist ein Arbutus, ein Erdbeerbaum, so steht es auf dem Etikett!“
Frau Penasca: „Und was haben Sie hier Schönes, das duftet ja herrlich“.
„Ich habe mir 3 Phloxe ausgesucht. Eine sehr elegante Sorte“, finde ich. Sie liest auf dem Schild nach: „Pallas Athene. Das hat mich so an Griechenland erinnert. Ich liebe Griechenland, auch die Architektur dort, die Pflanzen, die netten Griechen“, entsinnt sie sich.

„Ja, die Menschen sind sehr gastfreundlich“, weiß Herr Penasca – er klingt weit gereist – „der Metaxa ist gut und die Tempel stehen so photogen auf den Hügeln.“

Nun, auch unsere Rätselpflanze hat etwas mit Hellas zu tun, sie wächst dort.
Ihre ornamentalen Blätter haben schon in der Antike, aber auch später – vor allem noch einmal in der Barockzeit – Steinmetze, Stuckateure und Bildhauer inspiriert.

Die imposante Staude hat einen kräftigen Wuchs und markant-dekorative, meist tief eingeschnittene oder gelappte Blätter. Die prächtigen ährenförmigen Blütenstände werden bis zu 1,5m hoch und sind auch später als Fruchtstand noch dekorativ. Übrigens explodieren die Samenkapseln mit gut hörbarem Knall, wenn man sich im Herbst diese Fruchtstände für Trockensträuße ins warme Zimmer holt.

Obwohl die gesuchte Pflanzengattung mit einigen Arten im Mittelmeergebiet und auch im Balkan heimisch ist, gedeiht die anspruchslose Pflanze auch hier bei uns gut. Sie hat nämlich nichts gegen Halbschatten oder etwa gegen tiefgründige Böden, in die sich ihre Wurzeln weit erstrecken, benötigt aber vor allem einen durchlässigen Untergrund, besonders gegen Winternässe.

„Sie wird viel zu selten gepflanzt“, sagen die, die sie kennen.
„Sie ist zu groß für meinen Garten“, vermuten manche Nur-Vorgarten-Besitzer.
„Sie ist dornig“, verrät der aus dem Griechischen abgeleitete Gattungsname (das stimmt aber nicht für unsere Arten).
„Sie ist getopft“, sagen die Gärtner, die sie gestern über Wurzelschnittlinge vermehrt haben.

Wie heißt die dekorative, im Juli und August blühende Pflanze?
(Wir suchen diesmal nicht eine besondere Art oder Sorte, sondern nur die Gattung)

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt die dekorative, im Juli und August blühende Pflanze?

Die Lösungsantwort: