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April-Preisrätsel (2014)

Es ist Frühling, es summt und brummt, ein wenig Übermut liegt in der Luft. Grüß Gott bei uns.

Gärtnermeister Sebastian, unsere Lehrlinge, zwei Gärtnerinnen und EDV-Crack Jack sind in der Frühstückspause. Sebastian kündigt ein Buch an, das im April erscheinen wird. Natürlich kennt er den Autor, der hier schon als Referent zum Illertisser Forum für Garten und Landschaft gewesen ist.

“Sagt mal, wenn ihr ‚Blackbox Gardening’ hört, was fällt Euch dazu ein?”

“Hm, vielleicht sowas wie ‚Urban Gardening’ in schwarzen Kisten ?”
“Sicher ein neues Wort für eine einfache schwarze Gartenkiste.”
“Blackbox – ist doch ein Begriff aus der Systemtheorie. Man steckt in einen Prozess etwas hinein, Input sagt man da, es passiert etwas in der Blackbox, was man erst mal nicht genauer betrachtet, deswegen Blackbox. Und es kommt etwas raus, Output dann.”
“Noch mehr davon, Jack!”
“Blackbox könnte auch ein Schnellkomposter sein: Grünabfall rein, Blackbox, Kompost kommt raus.”
“Gärtnern im Dunkeln, tippe ich. Gute Idee, dann bekomme ich keinen Sonnenbrand. Grins.”
“Sebastian, was sagst du?”

“Gute Antworten! Ich will euch kurz über ein neues Buch informieren, das noch diesen Monat erscheint. Es heißt ‚Blackbox Gardening” und beschreibt einen Trend, gleichzeitig aber auch eine geniale Methode, neue Gartenbilder zu schaffen, die sich verändern und mehr wie Momentaufnahmen wirken.”
“Heißt konkret?”
“Heißt konkret, dass Du mit Initialpflanzen und Saatgut einen Bereich gestaltest, den Du dann beobachtest, Du lässt Versamung zu und lenkst die Population nach Belieben durch Vereinzeln und Selektion, Wachsen-lassen oder Entfernen. Typische Gärtnerentscheidungen, wie bei dem Beet am Teich, wo die Akelei sich selber versamt. Du entscheidest, ob und wo nur die Roten stehen bleiben oder Rote und Weiße. Du formst das Gartenbild selber.”
“Und das ist Blackbox Gardening?”
“Ja. Interessant ist das, weil Stauden, Ein- und Zweijährige miteinander wirken. Und eigentlich ist es ganz einfach. Wenn’ s Dir zu bunt wird, greifst Du ein.”
“Ist das denn etwas Neues?”
“Nun, in gewissem Sinne als konkrete Methode schon. Es lässt Zufall und Entwicklung explizit zu.”
“Blackbox ist also das, was der Gärtner macht, ohne dass er dazu eine Gartenplanung benötigt oder einen Forschungsbericht schreibt, ja?”
“Interessant, dann trifft Garten hier auf Mathematik. Mir fällt ein Zitat dazu ein: der einzig denkbare Weg, das Innere einer Blackbox aufzudecken, ist damit zu spielen.”
“Spielen, genau das ist es!”
“Welche Stauden und welches Saatgut eignen sich denn dazu?”
“Wollte ich gerade Euch fragen.”
“Akelei.”
“Nelken.”
“Leinkraut.”
“Stockrosen.”
“Spornblumen, Lerchensporn.”
“Gut, gut! Sie alle bilden nämlich unterschiedliche Varianten aus und versamen sich willig. Ein Nachteil wenn man Ordnung will und ein Vorteil, wenn man damit spielend gestalten möchte.”

“Jedenfalls hat Goethe das auch schon gemacht in seinem Garten, wieder mal Goethe.”

Und welche Pflanze ist diesmal Rätselpflanze?

Eine Pflanze, die sich gut für ‚Blackbox Gardening’ eignet: eine Staude aus den nordamerikanischen Prärien, sie passt perfekt in naturnahe Gärten. Die Blüte dieser variablen Sämlingssorte hat hellrosa, schmale, mehr oder weniger nach oben gebogene Strahlenblüten. Durch die eigene Selektion kann man sich die schönsten Exemplare auswählen und weniger schöne Sämlinge kompostieren.

Welche grazile Asteraceae, deren Art-Name auf einen Bundesstaat der USA hinweist, suchen wir?

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt die gesuchte Pflanze?

Die Lösungsantwort: