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April-Preisrätsel (2011)

Ap-ril, Ap-ril. Ap-ril, was für ein lustiges Wort eigentlich … Die Blätter entfalten sich. Manche langsam, manche schnell, manche Pflanzen blühen sogleich, andere später. Das ist herrlich eingerichtet: Grüß Gott auf der Jungviehweide.

Jetzt haben wahrhaftig alle genug zu tun. Trotzdem haben die Lehrlinge wie jedes Jahr noch Spaß an einem kleinen Frühlings-Wettbewerb: Alljährlich wird eine Pflanze ausgeguckt und für ihre Entfaltungskünste gekürt. In der heutigen Mittagspause ist Max dran, die anderen Lehrlinge und Praktikanten folgen neugierig an den Waldrand. Gärtnermeister Sebastian darf dabei sein – als “Controlletti”.

“Hier ist mein Favorit.”
“Oh!!!”
“Ah!!!”
“Echt stylisch.”
“Also. Ich stelle fest: Inszenierung – spektakulär. Entfaltung – sehr elegant. Besonderheit – anfangs leicht spiralig, dann Entfaltung wie ein Schirm. Spannung – bis zum Schluss. Und wenn dann alle Blätter aufgefaltet sind: Ein herrliches Laubdach für den lichten Wald oder Waldrand. Ästhetisch. Eigentümlich. Pflegeleicht.”
“Ja, Max, da hast Du mal recht. Sehr beeindruckend.”
“Jetzt noch die Botanik!”
“Na, also gut: Die Pflanze hat kriechende Rhizome, mit denen sie überwintert und sich auch gut ausbreitet, wenn der Boden humos und schön feucht ist, wie hier. Sie stammt aus Wäldern im östlichen Nordamerika. Gehört zu den Berberitzengewächsen und hat auch irgendwie andere Blüten als das so normal ist: Sie wachsen nämlich in den Blattachseln unter den Blättern. Man sieht sie erst gar nicht, aber sie duften so stark, dass man sie irgendwo vermutet. Ich habe auch entdeckt, dass die Stängel zwei Laubblätter tragen und genau in der Blattgabel sitzt dann die weiße Blüte. Das muss reichen fürs dritte Lehrjahr, finde ich. Meister kommt dann später, gell Meister?”
“Ja, schon ganz gut. Noch wichtig finde ich: Bis auf die reife Beere sind alle Pflanzenteile giftig. Also bitte nicht reinbeißen!”
“Ach, ich hab auch noch was. Achtung, im historischen Staudenkatalog der Gärtnerei Gaissmayer, hoho, steht dazu, notiert von Grabbe im Jahr 1897, sie ist schon seit 1664 in Kultur. In England.”
“Also, was meint ihr?”
“Ich finde die Pflanze und Max toll.”
“Ach ja.”
“Ich finde nur die Pflanze gut.”
“Und Max?”
“Nun, 10 Punkte, oder?”
Lilly fängt an zu singen “Von Quebec bis Minnesota. Von Georgia bis Florida, dadada…”
“Hey, seit wann kennst Du dich so gut in Nordamerika aus?”
“Ach, ich hatte zufällig dieselbe Pflanze ausgesucht, und das mal nachgeschaut.”
“Hey, wir haben dieselbe Pflanze. Das macht dann 20 Punkte!”

Wer jetzt nicht sofort weiß, welche Pflanze das ist, ist wahrscheinlich eher Praktiker als Botaniker. Auch ist die Pflanze hier noch nicht so bekannt, obwohl sie etwa für Parks und größere Gärten sehr gut geeignet ist.
Daher also noch ein paar Tipps, suchen Sie sich aus dem Kauderwelsch das Richtige raus:
Wer den Namen Fußblatt ins Griechische übersetzen kann, kennt schon mal die Gattung. Zwar sind die Blätter nicht wirklich fußförmig, eher wie Hände oder wie Füße von Wasservögeln. Oder haben Wasservögel Hände? Die Artbezeichnung, also der Beiname, schildförmig wird in der lateinischen Form beigefügt, aber der Blattschild ist gelappt. Also man versteht den Namen nur, wenn man das Blatt einmal gesehen hat. Bis dahin bleibt es ein wasservogelfüßiges Schildblatt oder ein schildblättriger Handfuß oder lappig-blättriger Schildfuß. Huch …

Wie heißt die gesuchte Pflanze für den Gehölzrand?

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt die gesuchte Pflanze für den Gehölzrand?

Die Lösungsantwort: