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Dezember-Preisrätsel (2005)

Unsere Rätsel für die Wintermonate werden von Blickfang: Alte Zeiten zur Verfügung gestellt. Sylvia Bauer und Peter Menzel sind seit Jahren regelmäßige Gäste bei den Märkten in Illertissen und bieten dort nicht nur Garten-Antiquitäten, sondern auch hochwertige, traditionelle Gartenwerkzeuge aus England, Holland und Deutschland an.

Heinrich, räum’ den Schuppen auf !

Heinrich Faust war Lehrer für Deutsch und Musik und ist nun seit einigen Monaten in Pension. Seine Ambitionen, sich im Haushalt nützlich zu machen, waren aber am entschiedenen Widerstand seiner Gattin Hilde gescheitert. Auf ihr Anregen hin hatte er damit begonnen, den Geräteschuppen im Garten aufzuräumen. Nach der ersten schmerzhaften Erfahrung mit einem Fundstück (vergl. Novemberrätsel) ging er nun nicht mehr ohne Handschuhe an die Arbeit.

„Mehr Licht!“, forderte er sich selbst auf und beschloss, die blind verdreckten Fenster zu öffnen. Das Fenster vorne links war kein Problem, um aber an das hintere Fenster neben dem Kanonenofen heranzukommen, musste er über allerhand Gerümpel hinwegsteigen. „Durch diese hohle Gasse muss er kommen …“

Wie Kalif Storch stolzierte er zwischen Schubkarre, Bohnenstangen, Blumentöpfen, Eimern und Gartenhacken hindurch, wobei er prompt auf einen Gegenstand trat, der ihm dann auch noch schmerzhaft gegen das Schienbein schnalzte. „Der Gerechte muss viel leiden“, schoss es ihm durch den Kopf, als er sich sein schmerzendes Schienbein rieb. Er nahm den Gegenstand, öffnete damit die Riegel des Fensters und kehrte zu seinem Ausgangspunkt am Eingang zurück.

Ein seltsames Ding, das er da in Händen hielt: Hinten ein Holzgriff, davon ausgehend ein etwa 30 cm langer Eisenstab und vorne daran aufgesetzt eine dreieckige Metallplatte. Aber so ganz regelmäßig war sie nicht, nur eine Seite war gerade, die anderen beiden dagegen leicht konvex bzw. konkav. Allerdings waren alle drei Seiten leicht angeschliffen. War das ein Schürhaken? Nein, das machte keinen Sinn. Wofür wurde das wohl benutzt?

Sein Großvater hatte immer mit dem Gerät herumgefuchtelt und augenzwinkernd dazu gesagt: “Im Spätherbst muss ich abkratzen“, was Heinrich eigentlich immer als Koketterie auf dessen hohes Alter verstanden hatte. Außerdem hatte Opa Gottfried immer behauptet, sogar der Vater des großen Dichters Schiller hätte so etwas bestimmt schon benutzt. Seltsamerweise war Heinrich so was ähnliches auch schon mal im Bootsschuppen seines Schwagers Karl-Heinz am Bodensee aufgefallen. Was hält Heinrich da wohl in den Händen ?

Viel Spaß bei der Lösung des Rätsels wünschen Ihnen
Sylvia Bauer und Peter Menzel von Blickfang: Alte Zeiten

Die Rätselfrage lautet:

Was hat Heinrich im Schuppen gefunden?

Die Lösungsantwort: