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Giftpflanze des Jahres 2014

Maiglöckchen – Convallaria majalis

In vielen Gärten und Wohnungen werden giftige Pflanzen kultiviert – oftmals ohne Kenntnis der Besitzer. Die Aktion "Giftpflanze des Jahres" möchte dazu aufrufen sich aktiv mit diesem Thema auseinander zu setzen. Zum zehnten Mal hat der Botanische Sondergarten Wandsbek alle Interessierten aufgerufen sich an der Wahl zu beteiligen. Nach dem Auszählen der Stimmen konnte sich das Maiglöckchen gegen die anderen Kandidaten (Tomate, Blauregen und Engelstrompete) knapp durchsetzen. Ziel der Aktion ist es, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen, sich Wissen anzueignen, die Pflanzen aber nicht aus Garten und Haus zu verbannen.

Maiglöckchen sind Ausläufer treibende, heimische Frühjahrsblüher mit duftenden Blütenglöckchen. Der Duft dieses zarten Wesens ist intensiv und unverwechselbar, weshalb es auch als Schnittblume sehr beliebt ist. Schön wirkt dieser klassische Frühlingsbote unter eingewachsenen Gehölzen. Im Herbst schmücken sich Maiglöckchen mit roten, sehr verlockend erscheinenden Beeren, die aber wie die ganze Pflanze hochgiftig sind. Eingewachsene Maiglöckchen-Bestände sind ausgesprochen langlebig. Das gilt im Besonderen auch für schwer zu begrünende Baumscheiben unter Laub abwerfenden Gehölzen. Im Spätherbst bzw. im zeitigen Frühjahr verwöhnen wir unsere Mutterpflanzen mit einer dünnen Mulchschicht aus feinem, gut verrottetem Kompost.