Aconitum napellus – Blauer Berg-Eisenhut

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Produktinformationen
Artikel-Nr.: 50858-101
Bio – Kontrollstelle DE-ÖKO-006
9 cm Topf (0.5 l)

Stück

Eine bei uns heimische Wildstaude, die in Nord- und Mitteleuropa in höheren Lagen von Gebirgen zu finden ist. Sie wächst dort bevorzugt auf feuchten Wiesen, lichten Wäldern oder in der Nähe von Bachufern. Im Garten fühlt sich der Blauen Berg-Eisenhut deshalb an einem... Mehr lesen

Eine bei uns heimische Wildstaude, die in Nord- und Mitteleuropa in höheren Lagen von Gebirgen zu finden ist. Sie wächst dort bevorzugt auf feuchten Wiesen, lichten Wäldern oder in der Nähe von Bachufern. Im Garten fühlt sich der Blauen Berg-Eisenhut deshalb an einem kühlen, gut mit Feuchtigkeit versorgten, humosen bis lehmigen, nährstoffreichen Standort wohl.

Aconitum napellus gilt heute als eine der giftigsten Pflanzen Europas. Da das Gift des Eisenhuts auch über die unverletzte Haut aufgenommen werden kann, raten wir deshalb beim Arbeiten mit dieser Pflanze – vom Ausputzen welker Blüten bis zum Umpflanzen – immer dazu Handschuhe zu tragen.

Schon in der Antike wusste man um die extreme Giftigkeit von Eisenhut, weshalb der römische Kaiser Trajan (53-117 n. Chr.) die Pflanzung von Eisenhut in der Stadt verboten haben soll, um der damals verbreitenden Giftmischerei entgegen zu wirken. Und schon William Shakespeare verglich die Stärke des Gifts mit Kanonenpulver in seinem Werk König Heinrich IV. Ein Gegengift wurde bis heute noch nicht gefunden.

Lassen Sie sich von der starken Giftigkeit aber nicht davon abhalten, diesen schönen blaublühenden Eisenhut zu pflanzen. Denn auch wenn Vorsicht beim Umgang mit Aconitum geboten ist, ist er eine robuste, langlebige und schöne Staude, die in keinem Garten fehlen sollte. Im Spätsommer nach der Blüte sind die Pflanzen wenig ansehnlich, deshalb bitte mit Partnerpflanzen verwenden, die diesen Eisenhut im Spätsommer verdecken.

Mehr zu dieser Pflanze in unserem Juni-Rätsel 2007.

Aconitum - Eisenhut

In der Gattung Eisenhut finden Sie schöne, langlebige und unkomplizierte Blütenstauden, die sich bevorzugt für kühle, frische, nährstoffreiche Standorte in halbschattiger oder schattiger Lage eignen.

1753 wurde die Pflanzengattung Aconitum von Carl von Linné das erste Mal beschrieben.
Doch bereits seit dem Mittelalter wurde der Eisenhut in Gärten gepflanzt und zählt nachweisbar zu den ältesten Zierstauden. Er ist eine traditionelle Heil- und Arzneipflanze, die in allen Teilen stark giftig ist. Eine unsachgemäße Verwendung kann zu schweren Vergiftungserscheinungen und sogar zum Tod führen.

Auch Gärtner sollten im Umgang mit dem Eisenhut Vorsicht walten lassen. Denn auch wenn Sie nicht vorhaben, den Eisenhut aus dem eigenen Garten zu verzehren, kann das Gift genauso über die Haut aufgenommen werden. Wir raten deshalb beim Arbeiten mit dieser Pflanze - vom Ausputzen welker Blüten bis zum Umpflanzen - immer Handschuhe zu tragen.

Der deutsche Trivialname Eisenhut bezieht sich auf das Aussehen der Blüten, die wie eiserne Helme mittelalterlicher Soldaten wirken. Weitere Trivialnamen sind Sturmhut, Ziegentod oder Wolfswurz. Der Name Wolfswurz (vor allem verwendet für den Wolfs-Eisenhut Aconitum vulparia) entstand dadurch, dass früher Fleisch mit dem Gift des Eisenhuts präpariert wurde, um damit Wölfe zu ködern und zu töten.

Blütenfarbe

blauviolett

Blütezeit

Juni–Juli

Höhe

120 cm–120 cm

Lichtverhältnisse
  • sonnig
  • absonnig
  • halbschattig
Lebensbereich

GR/Fr2-3

  • Freifläche mit Wildstaudencharakter frischer Boden
  • Freifläche mit Wildstaudencharakter feuchter Boden
  • Gehölz-Rand frischer Boden
  • Gehölz-Rand feuchter Boden
Winterhärtezone

Z5 (-28,8 °C bis -23,4 °C)

Pflanzabstand

40 cm, 6 St./m²

Geselligkeit

I

Giftklasse

sehr stark giftig +++

Heimische Wildstaude

ja

Insektenweide

ja

Schneckenfraß

keine Gefahr

Schnittgeeignet

ja

Familie

Ranunculaceae

Kundenfrage | 05. Oktober 2010
Wäre eine Kombination mit Rosen, Katzenminze und großem Wollziest in einer gemischten Staudenrabatte denkbar?
Antwort | 05. Oktober 2010
Aconitum bevorzugt einen schweren, nicht austrocknenden Boden und kommt auch im Halbschatten noch bestens zurecht. Die Standortansprüche von Katzenminze (welche?) und Wollziest weichen hiervon recht deutlich ab. Insofern ist die angedachte Kombination sicherlich nicht gerade optimal - aber auch nicht unmöglich.

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