Geht
es Ihnen auch so? Gerade wenn es Frühling wird, fühlt man sich
oft schlapp und müde. Die Unternehmungsfreude lässt zu wünschen
übrig, die Widerstandskräfte des Körpers scheinen nachzulassen.
Nach dem bewegungsarmen Winter mit oft fett- und zuckerreicher Ernährung
ist der Frühling die ideale Zeit, den Körper aufzumöbeln
und fit für den Sommer zu machen. Frühjahrsputz ist angesagt,
nicht nur für Haus und Garten, sondern auch als Energiekick für
den wintermüden Körper! Zum Glück ist dafür so manches
Kraut gewachsen.
In früherer Zeit war es allgemein üblich, eine Frühjahrskur
durchzuführen. Richtig durchgeführt, unter Verwendung des ersten
frischen Grüns, kann eine solche Frühjahrskur der Gesundheitspflege
dienen und das Wohlbefinden erheblich verbessern. Unser Körper braucht
die biologisch aktiven Pflanzen mit ihren Vitaminen, Mineralstoffen, ätherischen
Ölen und anderen lebenswichtigen Stoffen als Energiespender, für
den Blutkreislauf, als Zell- und Gefäßschutz, zur Regeneration
von Hormonen und Gefühlen, als Stimulans für Hirn, Herz, Haut
und Verdauung, kurzum als Beförderer des Lebens und der Liebe. Ein
Wissen, das im Zeitalter von Fastfood und Vitaminpillen in Vergessenheit
zu geraten droht.
Frühjahrskur: Extraration an Vitaminen und Mineralstoffen
Vielleicht entschließen ja auch Sie sich im nächsten Frühjahr
zu einer „Runderneuerung“: Ihr Körper wird es Ihnen danken.
Für eine Frühjahrskur gibt es ein paar einfache Regeln. Ganz
wichtig ist die Umstellung der Essgewohnheiten. Vermeiden Sie fettreiche
tierische Kost und gebratene Speisen, davon haben Sie vermutlich seit
Weihnachten ohnehin genug zu sich genommen. Essen Sie stattdessen
leichte, vitamin- und mineralstoffreiche Frischkost mit vielen Kräutern.
Kräutertee in beliebiger Menge ist eine sinnvolle Ergänzung.
Verzichten Sie für die Zeit Ihrer Frühjahrskur ganz bewusst
auf Genussmittel wie Alkohol und Kaffee. Und bringen Sie Ihren Körper
in Schwung! Bewegung in frischer Luft weckt die Lebensgeister. Übrigens
kann ein Vollbad mit Kräuterauszügen im Rahmen einer Frühjahrskur
eine wunderbar entspannende Ergänzung sein.
In der Konzentration und Vielfalt ihrer gesunden Inhaltsstoffe sind die
Allium-Arten einzigartig. Neben Eiweiß, Vitaminen, Mineralien
und Enzymen enthalten sie schwefelhaltige ätherische Öle, pflanzliche
Hormone und vor allem Selen, das unser Immunsystem auf Trab bringt. Deshalb
stellen wir Ihnen hier als Beispielkraut für die Frühjahrskur
eine Allium-Art vor. In unserem Wohlfühlkräuter-Katalog finden
Sie eine Vielzahl von Vorschlägen für Ihre nächste Frühjahrskur.
Allium fistulosum - Winterheckenzwiebel
In
China ist Allium fistulosum die gebräuchlichste Zwiebelart
mit einer langen Tradition. Sie soll dort schon seit mehr als 2000 Jahre
kultiviert werden. Hierzulande genießt die Winterheckenzwiebel unter
der Bezeichnung „Schnattra“ besonders in Schwaben eine hohe
Popularität. Der Lauch und die langen fleischigen Röhrenblätter
zeichnen sich durch ihren außerordentlich hohen Vitamingehalt aus.
So soll der Vitamin-C-Gehalt fünfmal höher als bei der Küchenzwiebel
sein.
Der hohe Kaliumgehalt schwemmt überflüssiges Wasser aus dem
Körper, Kalzium beruhigt gestresste Nerven, sorgt für starke
Knochen und kräftigt Nägel und Zähne. Senföle bringen
uns nicht nur zum Weinen, sondern kümmern sich um unsere inneren
Schleimhäute und lassen die Säfte fließen. Die Winterheckenzwiebel
gilt als ein Kraut mit antibiotischer Wirkung, das die Verdauung anregt,
Fieber senkt, entzündungshemmend wirkt sowie eine günstige Wirkung
auf den Cholesterinspiegel und Arteriosklerose hat.
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