Garten Eden 4/2011: Der grüne Tisch - Wer blickt da noch durch?
Herr Gaissmayer, nach welchen Kriterien stellen Sie Ihr Staudensortiment zusammen?
Wenn wir neue Züchtungen in unser Sortiment aufnehmen wollen, suchen wir erstmal nach einem gewissen Neuheitenwert. Das kann eine besonders spannende Blütenfarbe oder -form sein, ein vom Üblichen abweichender Blühtermin, eine ungewöhnliche Wuchshöhe, oder, oder, oder. Wir scouten aber außerdem – wenn man so will – auch aus dem Bauch heraus. Wenn uns ein Pflänzchen anspricht, wenn es uns irgendwie anrührt, probieren wir es gerne aus. Auch unsere Pflanzenliebe lebt von Begeisterung.
Wie muss ich mir das vorstellen? Kaufen Sie Pflanzen ein, setzen sie in ihre Versuchsbeete und führen dann Protokoll darüber?
Klar. Wir beobachten alle neuen Pflanzen erst einmal vor Ort, um uns ein Bild zu verschaffen. Papier ist geduldig, und so manches Loblied auf eine verheißungsvolle Neuheit wurde angesichts der Realität schnell zum Klagegesang.
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Schönes Schwaben 6/2010: Ein Eldorado für Gartenfreunde
Auf die Frage, wie er denn zur Gärtnerei gekommen sei, gibt Dieter Gaissmayer, Jahrgang 1950 - gerade doppelt so alt wie seine Gärtnerei - bereitwillig Auskunft: "In meinem ersten Leben war ich Drogist und erst im zweiten bin ich via Gartenbaustudium in Weihenstephan
zum Gärtner übergewechselt. 1980 habe ich dann gemeinsam mit zwei Partnern die ehemalige Krankenhausgärtnerei übernommen und Zug um Zug zur Staudengärtnerei umgestaltet." Was so einfach klingt, ist das Ergebnis einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Im Lauf der
Jahre sind zahlreiche Gebäude, hauptsächlich in Form von Folien-Gewächshäusern
hinzugekommen. Und so arbeiten auf den inzwischen fast 3,5 Hektar Anbaufläche heute mehr
als 20 Gärtner und Gärtnerinnen. Seit 15 Jahren gehört die Staudengärtnerei Gaissmayer dem Bioland-Verband an. Neben dem Ziel, gesunde und widerstandsfähige Pflanzen zu kultivieren, dient dies natürlich dem Mitarbeiterschutz. Bei Topferde werden die natürlichen Ressourcen geschont und möglichst wenig Torf verwendet. Die Kräuter sind ausnahmslos in Bio-Qualität ....
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GARDEN STYLE 09/10 2009: Entflammt für den Phlox
Heiß begehrt und geliebt wird der Phlox von Gartenfreunden, Karl Foerster gehörte zu den größten Verehrern dieser klassischen Bauerngartenpflanze: „Ein Sommer ohne Phlox ist nicht nur ein Irrtum, sondern eine Versündigung gegen den Sommer”, befand er und züchtete
viele Sorten, die das Sortiment bis heute bereichern.
Glaubt man ihm, wird heute in vielen Gärten geirrt und gesündigt und das obwohl sich viele für den Phlox begeistern. Allerdings gehört die Flammenblume, wie der Phlox auch genannt
wird, zu den begehrten Schönheiten, die zahlreichen
Pflanzenfreunden Kummer bereiten. Er gilt als anfällig für
Mehltau, Blattflecken und Stängel-Älchen. Vor allem, wenn
ihm der Standort nicht behagt. Doch wer bisher vergeblich
versuchte ihn im Garten anzusiedeln, muss den Kopf nicht
hängen lassen, sondern die jeweilige Sorte sorgfältig auswählen,
einige Arten gedeihen auch im Halbschatten. Wer an die Flammenblume denkt, meint meist den Sommer
Phlox (Phlox paniculata), der ursprünglich aus Nordamerika
stammt und je nach Sorte bis zu 150 cm hoch wächst. Dort kommt die Wildform entlang der Flussniederungen des Ohio
vor ...
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Allgäuerin Frühling 2008: Gartenkultur beim Kultgärtner
Eigentlich müsste man über diese Gärtnerei »keine Zeile mehr verlieren«, soviel
wurde über diesen Betrieb schon veröffentlicht. »Schau doch mal beim Gaissmayer«
ist unter Allgäuer Gartenfexen fast ein stehender Begriff. Die jährlich stattfindende »Illertisser Gartenlust« ist inzwischen eine große Freiluftmesse für alles rund um den
Garten geworden. Aufgrund der überzeugenden und sehr informativen Internetseiten
– und obwohl sie die Pflanzen über den eShop auch
bestellen können – reisen manche Kunden sogar über eine Entfernung von 300 Kilometer
eigens an, um diesen Ort der gärtnerischen Sehnsucht einmal live zu erleben.
»Bei einem Besuch in ihrer Gärtnerei habe ich wieder etwas für meine Seele getan«,
schreibt jemand in das virtuelle Gästebuch.
Dass diese relativ junge Staudengärtnerei
sich im Laufe der Jahre derart gut etabliert
hat, ist weder Zufall, noch liegt es an einer
besonderen Marketingkampagne. Hier
waren konsequente »Überzeugungstäter«
am Werk, die mit viel Energie und Arbeit
ihre Vorstellungen verwirklicht haben ...
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Rosenfaszination Herbst 2007: Dieter Gaissmayer
Es ist ein Erlebnis, von Dieter Gaissmayer
durch seine Gärtnerei geführt zu werden.
Gleich zu Beginn wird uns bewusst, dass
hier eine völlig andere Atmosphäre herrscht, als in anderen Gärtnereien. Wir haben
fast den Eindruck,
als wäre der Chef mit allen seinen Pflanzen befreundet. Er nennt sie beim Namen, referiert über ihre Ansprüche
und Abneigungen, streicht ganz sachte darüber und bittet uns, das Gleiche zu tun. Das wunderbare
Aroma, der Duft, den viele Pflanzen verströmen, haftet an unserer Hand. Wir bekommen immer wieder
fachliche Informationen zu einzelnen Pflanzen. Unsere Fragen werden von ihm ausführlich aber auch manchmal mit einem
leichten Schmunzeln beantwortet ...
Und dann erreichen wir den wichtigsten Komplex der Gärtnerei, das Mutterpflanzen-Areal. Mutterpflanzen sind auf Sortenqualität und hygienischen Status geprüfte
Pflanzen: sie sind das Ausgangsmaterial, von dem Stecklinge oder Steckhölzer gewonnen werden. Sie sind der ganze Stolz des
Bio-Gärtners und ein Garant für sortenechte Pflanzen ...
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