Vanillen-Pestwurz,
der Winter-Heliotrop
der englischen Gärten, nutzt warme Wintertage, um mit seinen weiß-rosa
bis mauvefarbenen Körbchenblüten verschwenderisch köstlichen
Vanilleduft in den noch winterlichen Garten zu entsenden. Die Blüten
erscheinen ab Februar, in milden Gegenden oder Wintern manchmal schon
ab Dezember. Der Duft entfaltet sich besonders an sonnig-warmen Wintertagen
und vor allem in einem Duftstrauß im Zimmer. Dann weht ein Hauch
von Frühling durchs Haus.
Der duftende Winterblüher braucht einen warmen, geschützten
Standort im lichten Schatten und humosen, nährstoffreichen, eher
frischen Boden. Je wärmer der Standort ist, desto früher im
Jahr erscheinen die Blüten. Im Gegensatz zu den verwandten Wildstauden
breitet sich Winter-Heliotrop (Petasites fragrans) durch kurze
unterirdische Ausläufer nur sanft und gemäßigt aus.
Kahlfröste und pralle Wintersonne können den duftenden Blüten
schaden. Als Schutz dient Abdeckreisig. Die Pflanze ist robust und anspruchslos,
eine ordentliche Portion Kompost im Jahr ernährt sie. Winter-Heliotrop
bildet am geeigneten Standort mit der Zeit einen dichten Bestand und kann
über Jahrzehnte hinweg bestehen bleiben. Die herzförmigen, frischgrünen
Blätter sind auch nach der Blüte ein Schmuck.
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