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Den
jährlichen Blütenreigen unseres Phlox-Angebotes eröffnet
der Wald-Phlox
(Phlox divaricata). Der "Blaue Phlox" erhebt bereits
im April seine aufstrebenden Blütentriebe aus niederliegenden, an
den Knoten wurzelnden, nahezu immergrünen Blatttrieben. Die an den
Spitzen der aufrecht wachsenden Blütentriebe dicht an dicht erscheinenden
wohlgeformten Blüten weisen je nach Sorte eine Farbpalette von Weiß über
verschiedene Blautöne bis zu Pink und Violett auf. Die frühen
Sorten haben ihren Blüteschwerpunkt in der zweiten Aprilhälfte;
später blühende Sorten entfalten ihre Blütenpracht in
der ersten Maihälfte. Durch extrem milde Winter und/oder ein sehr
warmes Frühjahr kann sich die Blütezeit auch weiter nach vorn
verschieben.
Die an den aufrechten Blütentrieben erscheinenden trugdoldigen
Blütenstände
wirken schwebend. Sie haben besonders in der Abenddämmerung einen
starken Duft. Dann verströmt "Sweet William", wie der
Wald-Phlox in Amerika genannt wird, einen intensiven, betörenden
Duft, der an Geißblatt oder auch Flieder denken lässt. Die
Phlox-Divaricata-Sorten duften alle. Besonders intensiv ist der Duft
jedoch bei den Sorten 'White Perfume' und 'Clouds of Perfume'. Für
kleine Frühlingssträuße sind die duftenden Blüten
unentbehrlich. Wenn Sie Wald-Phlox mit anderen Phlox-Arten kombinieren,
können Sie das Dufterlebnis bis in den Oktober verlängern.
Leider
spielt der Wald-Phlox in den Gärten noch immer
eine untergeordnete Rolle. Dabei sind seine Qualitäten beachtlich.
Sehr schön wirkt
Wald-Phlox im lichten Gehölzschatten oder als Unterpflanzung von
nicht zu konkurrenzstarken hohen Stauden, von deren Schattenwurf der
kleine Phlox im Sommer profitieren kann. Wald-Phlox ist auch hervorragend
geeignet, um in Staudenrabatten zwischen und hinter den austreibenden,
später hoch wachsenden Stauden für frühe Blütenpracht
zu sorgen. Dabei sind Kombinationen mit Stauden, die in Bodennähe
nur wenig Blätter besitzen, wie Pfingstrosen, Astern, Eupatorium oder Stauden-Sonnenblumen und Rudbeckia besonders empfehlenswert.
Mit
Wuchshöhen je nach Sorte zwischen 30 und 50 cm lässt sich
Phlox divaricata mit zahlreichen anderen Stauden und Zwiebelblühern
vergesellschaften. Auch Farne sind geeignete Pflanzpartner, denn sie
bevorzugen ebenfalls humosen, nicht zu trockenen Boden und gedeihen,
einmal eingewachsen, auch an halbschattigen Plätzen sehr gut.
In
seiner nordamerikanischen Heimat südlich der großen Seen
tritt Wald-Phlox gern in lichten Wäldern und an den Hängen
von Tälern auf. Im Garten bevorzugt er halbschattige, frische Standorte
mit lehmigen, nicht zu nährstoffarmen Böden. Er gedeiht auch
in der vollen Sonne und blüht dort überreich, jedoch setzt
dieser Standort im Frühjahr hohe
Niederschläge oder eine ausreichende
Bewässerung voraus. Frühjahrstrockenheit wird nicht vertragen.
Sommertrockenheit ist dagegen kein Problem, da Wald-Phlox nach der Blüte
bis zum Herbst ohnehin eine Ruhepause einlegt.
Wie alle Phloxe liebt Wald-Phlox
tief aufgelockerte, humose Böden
und mag keine Staunässe. Von Nachbarpflanzen möchte er nicht
so stark bedrängt werden. Nach der Blüte die Pflanzen bitte
bis zum Boden zurückschneiden - dadurch erhalten Sie vitale, sortenreine
Pflanzen. Leider ist der frische Austrieb im Frühjahr ein Leckerbissen
für Schnecken. Davon abgesehen ist Wald-Phlox sehr gesund und nicht
anfällig für Mehltau oder Älchen. |