
Die niedrigen Frühsommer-Phloxe sind Kreuzungen von Phlox divaricata mit P.
paniculata, die Georg Arends um 1910 erstmals gelungen sind. Im
Wuppertaler Stadtteil Ronsdorf betrieb Georg Arends seit 1894 eine Kunst-
und Handelsgärtnerei, die sich auf die Züchtung und Kultivierung
von Stauden spezialisierte. Neben den Phloxen gehörte seine Liebe
besonders den Astilben. Als Arendsii-Hybriden gehören seine Züchtungen
heute zum festen Bestand der Gartenstauden.
Schöne dichte Blütenstände
auf niedrigen Stielen und eine frühe Blütezeit sind charakteristisch
für die Phlox
Arendsii-Hybriden.
Diese bezaubernden Pflanzen eröffnen den sommerlichen Blütenreigen
der Phloxe. Die Hauptblütezeit des Frühsommer-Phloxes beginnt
im Juni und dauert bis in den Juli. Sie liegt damit vor der Blütezeit
von Phlox paniculata. Durch Herausschneiden der abgeblühten
Blütenrispen
wird ein neuer Durchtrieb angeregt, der eine Verlängerung der Blüte
bis in den Herbst möglich macht.
Die meisten Züchtungen von
Georg Arends sind in der Zeit des Zweiten Weltkrieges verloren gegangen,
so dass wir Ihnen nur einige wenige Sorten
vorstellen können. Neuere Züchtungen der letzten Jahre sind
allesamt deutlich höher als die alten, von Georg Arends gezüchteten
Sorten, und es ist fraglich, wie viel Arendsii-Blut sie überhaupt
haben. Inzwischen gilt dieser Gruppe besonders in den Niederlanden durch
Jan Verschoor wieder verstärkte Aufmerksamkeit.
Phlox-Arendsii-Hybriden gedeihen besonders gut im lichten Schatten und bevorzugen einen humus-
und nährstoffreichen, durchlässigen
Boden. Dort breiten sie sich im Laufe der Zeit aus.
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