Die
Hohen Stauden-Phloxe, die wir heute alle unter dem Namen Phlox
paniculata zusammenfassen, unterscheiden sich nicht nur durch
äußerlich erkennbare Merkmale wie Wuchshöhe, Blütenfarbe und Blühtermin.
Auch die „inneren Eigenschaften“ sind sehr verschieden, was sich
erst im Verhalten im Garten offenbart. Während sich einige Sorten
gut entwickeln und von Jahr zu Jahr schöner werden, kränkeln
andere oder sind gar nur kurzlebig. Sich auf Grund solcher
Erfahrungen
ein Urteil über Sorten zu bilden, erweist sich meist als voreilig,
wenn man hört, dass die Erfahrungen in anderen Gärten genau gegenteilig
sind.
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Deutlich wird aus solchen Ergebnissen die Variabilität
des Stauden-Phloxes und die Tatsache, dass den „inneren Eigenschaften“
mehr Beachtung geschenkt werden muss. Bedenken wir die Herkunft der Pflanzen,
wird ihr Verhalten verständlich.
Das
Hauptverbreitungsgebiet der Phlox-Wildpflanzen befindet sich westlich
der
Appalachen im Bereich des Ohio-Flusses. Dort kommt Phlox paniculata
vorwiegend in dünn bewaldeten alluvialen Niederungen auf mineralstoffreichen
Böden vor, oft entlang der Flüsse. Im riesigen Verbreitungsgebiet gibt
es sehr verschiedene Standorttypen.
Das führt zu unterschiedlichen Formen der Blätter (gewellt, behaart,
von herzförmig bis weidenblättrig), der Stängel (rotstielig, marmoriert,
hell- oder dunkelgrün, schwach, aber auch sehr starktriebig) sowie
der Wuchshöhe (von etwa 80 cm bis 2 m) und der Blütenfarbe. Auch in
Bezug auf Boden und Klima gibt es unterschiedliche Anpassungen. Diese
ausgeprägte Variabilität hat dazu geführt, dass es für die Züchtung
eine breite Ausgangsbasis gab.
Nach meiner Einschätzung entstanden zwei große Stammlinien: einmal die
große Zahl der Sorten mit den klassischen Standortansprüchen, nämlich
frischer, nährstoffreicher, lehmiger Boden in absonnigen Lagen. Des Weiteren
die kleinere Zahl der Züchtungen, die auch sandige, trockenere und
wärmere Standorte toleriert oder an solchen sogar besser gedeihen.
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