Die
Varietäten der Minze waren lange Zeit unter dem Namen Mentha
odorata zusammengefasst. Sehr passend, wie wir meinen. Die Düfte
sind leicht flüchtig und spielen der Nase manchen Streich. Was gestern
– bei Sonnenschein – noch eindeutig nach herber Limette roch,
könnte heute auch süßsaure Limone genannt werden. Lag’s
am Regen in der Nacht? Die Gerüche "spielen", und doch
meinen wir, einige sehr wohl zu unterscheiden.
Da gibt es zum einen die Gruppe der Pfefferminze
– Mentha x piperita – mit einem
wahrhaft pfeffrig-scharfen Aroma, sie kühlen und beleben. Der Gehalt
an Menthol, der für diese Gruppe charakteristisch ist, zeichnet für
diesen Geschmackseindruck verantwortlich.
Hohe dekorative Blütenähren über glatten, bisweilen auch
krausen, spitz zulaufenden Blättern kennzeichnen die Ähren-Minzen,
die 'Spicatas'. Ihr ganz eigenes Aroma verdankt diese Mentha-Gruppe
ihrem komplexen ätherischen Öl. Es enthält kein oder nur
wenig Menthol – wir haben es hier mit der Geschmacksrichtung 'Spearmint'
zu tun.
In der Mentha species-Gruppe finden Sie die ganze bunte Vielfalt
der Minzen wieder. Viele sind botanisch nicht eindeutig zuzuordnen
und so landen sie im großen
„Species-Topf“. Wir brauen daraus köstliche Suppen, Saucen
und Getränke, machen duftendes Streu, dekorieren Tisch & Tafel,
nehmen ein erfrischendes Bad – oder doch wenigstens ein Fußbad…
Oft werden duftende Kräuter allgemein als Minze bezeichnet –
dazu gehört die Frauenminze (Chrysanthemum balsamita) ebenso
wie die Katzenminze (Nepeta fassenii). Andere „minzige"
Pflanzen, die ebenfalls gut als Teepflanzen geeignet sind, finden Sie
in unserem Teekräuter-Angebot:
Agastache, Calamintha, Pycnanthemum und vieles
mehr.
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