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Mojito
ist so ziemlich das absolute Gegenteil von Tee mit Rum, nämlich der
perfekte kultige Sommernachtsdrink. Angeblich war es der Lieblingsdrink
von Hemingway; in Kuba ist Mojito eine Art Nationalgetränk. Der
Drink mit dem Sommerfeeling ist ohne die echte Hemingway-Minze
(Mentha species 'Nemorosa') nur halb so stilvoll. Diese aus dem
Garten von Hemingways Lieblingsbar in Havanna stammende Minze verleiht
Ihrem Mojito das Aroma des Authentischen.
Und so macht man den Mojito
Die Zutatenliste ist übersichtlich: Rum, Limettensaft, Zucker, frische
Minze und das alles auf „crushed ice“. Die Philosophie des
Drinks für revolutionäre Minimalisten liegt im Detail. Der Rum
muss unbedingt Havanna Club sein, Baccardi wäre ein unverzeihlicher
Stilbruch. Ähnlich penibel ist die Wahl des Zuckers - brauner, kubanischer
Rohrzucker lautet hier das Diktat. Limetten, das sind die grasgrünen
Zitrusfrüchte, geben ihren Saft dazu. Rohrzucker mit Limettensaft
verrühren, Rum nach Geschmack dazu und alles in ein hohes Glas mit
viel zerstoßenem Eis geben.
Wer
möchte, kann auch Eiswürfel und hauchfein geschnittene Limettenscheiben
in das Glas schichten. Das wirkt sehr dekorativ. Absolut unverzichtbar
ist ein ausreichend langer Stängel frischer Hemingway-Minze,
der kommt im Ganzen ins Glas und stellt gleichzeitig gemeinsam mit einer
Limettenscheibe am Glasrand die Dekoration.
Wem das nicht minzig genug ist, der raut die Blättchen etwas auf
und zerstößt einige Minzeblättchen gemeinsam mit dem Eis.
Zum Drink gehört ein kurzer Strohhalm, so dass die Nase förmlich
in dem duftenden Minzezweig verschwindet.
Wenn sich dann das kubanische Sommergefühl nicht ganz von selbst
einstellt, ja, dann können wir Ihnen auch nicht helfen. |