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Die meisten
Farne treiben bei uns im Frühjahr aus, oft recht spät im Mai.
Nur wenige – die Tüpfelfarne der Gattung Polypodium
– halten sich nicht an diese Regel.
Der Austrieb der Farne gehört zu den ansprechendsten Ereignissen
des Gartens. Bei manchen Arten, etwa bei Osmunda regalis, ist
er gar spektakulär. Gegen den Herbst hin verfärben sich die
Wedel der sommergrünen Arten, in trockenen Sommern meist schon recht
früh. Manche Arten glühen in der milden Herbstsonne zu leuchtenden
Gold- und Brauntönen auf – so alle Osmunda-Arten –
andere schrumpfen zu unscheinbarem Laubstreu zusammen.
Eine
stattliche Anzahl jedoch behält das Laub bis tief in den Winter oder
gar bis zum kommenden Frühjahr. Zu den besten Wintergrünen gehören
die Blechnum-Arten, Dryopteris atrata und Dryopteris
erythrosora, Asplenium scolopendrium, die Polypodium-Arten
sowie viele Polystichum.
Aus Sicht der Gestaltung können diese Unterschiede bedeuten: Immergrüne
Farne sind auch im Winter attraktiv, Reif und Schnee verzaubern die Wedel.
Zwischen sommergrünen Farnen können allerlei frühlingsblühende
Zwiebel- und Knollengewächse angesiedelt werden: Anemone blanda,
Erythronium, Narzissen, Winterlinge (Eranthis), Crocus,
Scilla, Hyancinthoides. Lesen
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Fritz Wassmann ist freischaffender Gartengestalter
und Fachlehrer
Der Beitrag ist in "Pteridomania - Farnfieber"
Herausgeber: Schweizerische
Vereinigung der Farnfreunde und
Gesellschaft der
Schweizer Staudenfreunde erschienen
und kann dort zu einem Preis von CHF 25,00 bestellt werden.
Gekürzter Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors.
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