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Beim
Bestimmen von Farnen stoßen wir auf Begriffe wie: Wedel ungefiedert,
einfach gefiedert, zweifach bis dreifach gefiedert. Was für den Botaniker
Bestimmungsmerkmal ist, bedeutet für die Gestaltung große Unterschiede
des Charakters, der Aussage. Wirkt das ungefiederte Blatt des Hirschzungenfarns
(Asplenium scolopendrium, auch Phyllitis scolopendrium),
verstärkt noch durch seine oft tief dunkelgrüne Farbe eher schwer
und düster, die grob gefiederten Wedel von Matteuccia orientalis
eher behäbig und tropisch, so beeindrucken etwa die Filigranfarne
(viele Formen von Polystichum setiferum) durch ihre luftige Leichtigkeit.
Aufbau und Textur der Wedel, ebenso deren Dichte und Farbe bestimmen
auch die Helligkeit und das optische Gewicht der Farngestalt: wirkt sie
als Ganzes eher schwer, dem Boden verhaftet oder leicht und durchlässig?
Wuchsgröße, Bewegung, Textur, Helligkeit und optisches Gewicht
lassen sich in der Gestaltung bewusst einsetzen und damit bestimmte Wirkungen
realisieren. Beispielweise kann damit die Geländeform verstärkt
oder gemildert werden. Lesen Sie
weiter...
Fritz Wassmann ist freischaffender Gartengestalter
und Fachlehrer
Der Beitrag ist in "Pteridomania - Farnfieber"
Herausgeber: Schweizerische
Vereinigung der Farnfreunde und
Gesellschaft der
Schweizer Staudenfreunde erschienen
und kann dort zu einem Preis von CHF 25,00 bestellt werden.
Gekürzter Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors.
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