Christian Seiffert
über die Jahreszeiten und ihre Gerüche
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Vorfrühling
Wir alle kennen das, ein paar mildere Tage und plötzlich sind die Haselkätzchen
offen, oder die Erlen beginnen zu blühen. Was duftet denn da schon?
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Erstfrühling
Was wäre der Frühling ohne die Veilchenblüte? Und auf frisch-feuchten
Wiesen strecken und recken sich die Himmelschlüssel und entfalten ihren
lieblichen, frischen Frühlingsduft.
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Vollfrühling
Die letzte und imposanteste Phase des Frühlings heißt Vollfrühling.
Und der ist wahrhaft voll an Wohlgerüchen. Geradezu die Wappenpflanze
des Vollfrühlings ist das Maiglöckchen.
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Frühsommer
Die große Zeit der Rosen beginnt, die Pfingstrosen öffnen ihre
Blüten und herb-würzig, etwas trocken, aber lieblich duftet es
an den besonders sonnigen Stellen im Garten, die wir den Nelken vorbehalten
haben.
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Hochsommer
Kein Hochsommer ohne Lavendel! Sein herber, würziger Blattduft bildet
einen starken Kontrast zur süßen Lieblichkeit der Rosen und der
Madonnenlilien.
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Spätsommer
Ein wenig sinkt die Temperatur schon. Der Himmel wird klarer, die große
Regenzeit läuft allmählich aus. Wir befinden uns in einer Zeit
zwischen Euphorie und Melancholie.
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Frühherbst
Wer jemals in seinem Leben einen reifen Gravensteiner-Apfel aus deutschen
Landen gegessen und daran gerochen hat, der weiß, wie der Frühherbst
duftet...
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Vollherbst
Laubwälder, Alleen und Gärten legen ein buntes Kleid an. Und das
ist ein untrügliches Zeichen für den Vollherbst. Obstige, gärige
Gerüche machen sich breit, machen schon trunken, bevor der Wein fertig
ist.
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Winter
Früher hieß es: Wenn der Pflug im gefrorenen Boden stecken bleibt,
fängt der Winter an. Den Schneeglöckchen, Winterlingen und den
Vorfrühlingsalpenveilchen macht die Kälte überhaupt nichts
aus.
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Blattdufter im winterlichen Garten
Wer beim Gang durch den winterlichen Garten von Sommerdüften begleitet
werden will, der sollte Lavendelhecken pflanzen. Die Berührung mit
dem Hosenbein reicht aus, um den wunderbaren, die Nerven beruhigenden Lavendelduft
aufsteigen zu lassen. |
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